Projekt

Digitales Community Management: Potential für demokratische Institutionen

In Kollaboration mit dem Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie untersuchen wir demokratische Gestaltungsmittel digitaler Räume
Platzhalter Bild

Ansprechpersonen

Dr. Torben Klausa

Innovation Lead – Digitale Öffentlichkeit

torben.klausa@agoradigital.de

Dr. Vivien Benert

Data Scientist

vivien.benert@agoradigital.de

Inhalt

Projektbeschreibung

Das Projekt „Digitales Community Management: Potenzial für demokratische Institutionen“ geht der Frage nach, wie staatliche Institutionen – von Kommunen über Behörden bis zu Ministerien – durch gezieltes Community Management zu einem konstruktiveren demokratischen Diskurs beitragen können. Dafür bündeln das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie und die Agora Digitale Transformation ihre Expertisen in einem gemeinsamen Forschungsprojekt.

Innerhalb der letzten Jahre veränderte die Digitalisierung öffentliche Kommunikation grundlegend. Während soziale Medien einst als Hoffnungsträger für demokratische Teilhabe galten, prägen heute polarisierende Debatten, Desinformation und aggressive Diskussionskulturen das Bild von digitalen Diskursräumen. Staatliche Institutionen reagieren darauf bislang vor allem mit regulativen Maßnahmen, die vor allem rechtliche Rahmenbedingungen adressieren. Doch diese Perspektive greift zu kurz: Auch die Kommunikation selbst muss neu gedacht werden.

Ziel des Projekts ist es, die Potenziale von Community Management als demokratieförderndes Instrument für staatliche Akteure zu erforschen. Community Management umfasst weit mehr als Moderation oder den Umgang mit problematischen Inhalten. Es beschreibt eine proaktive, dialogorientierte Kommunikation, die Nutzer:innen aktiv einbindet und Austausch ermöglicht. Damit kann Community Management entscheidend dazu beitragen, das Vertrauen in staatliches Handeln zu stärken und digitale Räume als Orte konstruktiver öffentlicher Debatten zu gestalten.

Trotz dieser Bedeutung fehlt es bislang an systematischer Forschung zu staatlichem Community Management. Das Projekt möchte diese Lücke schließen und untersucht Community Management aus vier Perspektiven: seinen Beitrag zu demokratischen Diskursen, den Status quo staatlicher Social-Media-Kommunikation, die Erwartungen der Bürger:innen sowie Herausforderungen und Best Practices von Community-Manager:innen.

Zur Umsetzung wird ein Mehrmethodendesign anhand mehrerer Arbeitspakete angewandt. Dies umfasst eine Analyse des wissenschaftlichen Forschungsstands zu demokratischem Community Management, eine Inhaltsanalyse bisheriger Social-Media-Auftritte deutscher Kommunen sowie ausgewählter Landes- und Bundesinstitutionen, Fokusgruppeninterviews zur Bestimmung der Erwartungen von Bürger:innen an staatliches Community Management sowie Leitfadeninterviews mit Social-Media-Manager:innen zu Herausforderungen, Lösungsstrategien und Best Practices.

Das im November 2025 gestartete Kooperationsprojekt leistet damit einen wichtigen Beitrag, digitale öffentliche Kommunikation staatlicher Stellen dialogorientiert und demokratiestärkend weiterzuentwickeln. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von 14 Monaten ausgelegt. Auf Seiten des DIIDs wird es koordiniert von Marc Ziegele , Dennis Frieß und Anna-Maria Linstaedt.

Ziel

Das Projekt erforscht, wie Community Management als demokratieförderndes Instrument für staatliche Akteure genutzt werden kann. Die aktive Einbindung von Nutzer:innen ist zentral, um Transparenz zu schaffen und digitale Räume als Orte konstruktiver öffentlicher Debatten zu fördern.


Newsletter-Anmeldung

Wer sich für unsere Arbeit interessiert, kann sich hier für unseren Newsletter eintragen.