Was passiert, wenn über 130 Menschen zusammenkommen, die Verwaltung verbessern und staatliches Handeln wirkungsorientierter gestalten wollen?
- Ein Abend voller spannender Erkenntnisse und Forschungseinblicke
- Es gibt die ein oder andere Überraschung
- Und vor allem: es findet sehr viel Vernetzung für die gemeinsame Transformation unseres Staates statt
Am 6. November durften wir als Agora Digital Transformation gemeinsam mit Projektpartner:innen, Stakeholder:innen, Unterstützer:innen und vielen Interessierten die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts E-Valuate feiern – und vor allem diskutieren: über Ergebnisse, über Wirkungsorientierung und über den Staat von morgen. Schauplatz war das silent green in Berlin-Wedding, das sich an diesem Abend in eine Bühne für Ideen, Erfahrungen und Pläne verwandelte.
Wirkungsorientierung – kurz und einleuchtend
Wissenschaftliche Begriffe zu definieren, fühlt sich oft krampfhaft schwer an. Bei Wirkungsorientierung geht es jedoch erstaunlich eingängig: Wie Benedikt Göller in seiner Präsentation auf den Punkt brachte, geht es bei Wirkungsorientierter Arbeit darum zu lernen, ob man das Richtige tut – und ob man es richtig tut. E-Valuate liefert dafür die Grundlage: Ministerien und Behörden messen häufig bereits, was sie tun. Es fehlt jedoch häufig der nächste Schritt, die Bewertung, ob das Handeln tatsächlich die gewünschte Veränderung auslöst und ob ein zuvor abgesteckter Zielzustand erreicht wird. Genau hier setzt E-Valuate an.
Die Frage „Staatsmodernisierung und Digitalisierung wirkungsorientiert umsetzen – wie gelingt das?“ wurde an dem Abend natürlich auch heiß diskutiert. Der Paneldebatte stellten sich Dr. Celina Gisch, Dr. André Göbel und – überraschend – Staatssekretär Thomas Jarzombek, der aufgrund politischer Verpflichtungen seine Keynote verpasste, die E-Valuate-Veranstaltung aber keinesfalls sausen ließ und direkt agiles Verhalten demonstrierte. Die Diskussion spannte den Bogen von „Wo kommen wir her?“ über „Wo stehen wir?“ bis zu „Wie erreichen wir, was wir uns vornehmen für den Staat von morgen?“ Das es hierbei spannend blieb, lässt sich vielleicht am besten daran messen, dass während der Diskussion kaum Handydisplays im Publikum aufleuchteten, wie Moderatorin Dr. Dorit Bosch anmerkte.
Wirkung zum Anfassen
Die Kuppelhalle diente währenddessen auch als Bühne für den Gallery Walk der E-Valuate Pilotprojekte. Sechs Projekt der Digitalstrategie arbeiteten im Rahmen des E-Valuate Projekts praxisnah daran Wirkungsorientierung zu Erlernen und anzuwenden. Die Zusammenarbeit im Projektverlauf stellten sie mit Postern und digitalen Elementen vor. So konnten sich Teilnehmende informieren, Einblicke in Methoden erhalten und nachvollziehen, wie wir mit den Projekten gearbeitet haben – vom ersten Wirkmodell bis zu den Lessons Learned.
Wenn über Verwaltungstransformation gesprochen wird, ist eins besonders wichtig – Vernetzung und Austausch, um über Ressortgrenzen hinweg kulturellen Wandel voranzutreiben. Dafür war am Ende der Veranstaltung ausreichend Zeit, inklusive der Möglichkeit die ein oder andere Leckerei zu probieren.
„Abschlussveranstaltung“ stand zwar auf dem Programm. Tatsächlich fühlte sich der Abend eher an wie ein Kick-off: für wirkungsorientiertes Arbeiten in jedem Bereich, der uns zur Verfügung steht – in Ministerien, Landesbehörden, Kommunen, intermediären Organisationen und Projekten. E-Valuate mag als Forschungsvprojekt enden; der Auftrag an uns alle beginnt jetzt erst richtig.
Was natürlich nicht fehlen darf ist ein großes Dankeschön! Ein Dankeschön an das E-Valuate-Team, an die Pilotprojekte, unsere Förder:innen und das silent green für Raum, Technik und Atmosphäre – sowie an alle, die mit uns diskutiert, hinterfragt und weitergedacht haben.
Und wer jetzt noch ein wenig in Erinnerungen an diesen Abend schwelgen möchte, sollte sich auf gar keinen Fall unsere Fotogalerie mit einigen Momentaufnahmen entgehen lassen.