Ansprechpersonen
Soziale Medien und Messengerdienste sind für eine Mehrheit der Deutschen fester Bestandteil ihres Alltags. Gleichzeitig wächst die Besorgnis um den Einfluss von großen Plattformen auf öffentliche Debatten und demokratische Prozesse. In unserem Projekt untersuchen wir das Spannungsfeld zwischen Sorge und Abhängigkeit, das die öffentliche Debatte über Plattformregulierung prägt. Die neueste Studie in diesem Projekt kombiniert qualitative Gruppendiskussionen mit einer repräsentativen Online-Befragung von 2.016 Personen ab 16 Jahren in Deutschland. Die Erhebung wurde von pollytix strategic research gmbh im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Agora Digitale Transformation durchgeführt und fand zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 statt. Zu den bisherigen Kernergebnissen zählen die folgenden:
• 71 Prozent der Social-Media-Nutzenden in Deutschland sorgen sich um den Einfluss der Plattformen auf die öffentliche Meinungsbildung. Doch nur 18 Prozent können sich vor-stellen, soziale Medien und Messengerdienste ganz aufzugeben.
• 62 Prozent der Befragten sehen es kritisch, dass die größten digitalen Plattformen in US-amerikanischer oder chinesischer Hand liegen. Was den Umgang mit Plattformmacht angeht, sehen die Befragten klar Politik und Unternehmen in der Verantwortung.
• 85 Prozent befürworten höhere Strafen bei Regelverstößen, 80 Prozent sprechen sich bei wiederholten Verstößen für mehr Verbote aus. 78 Prozent wünschen sich, dass Deutschland und die EU souveräner gegenüber Big Tech Konzernen auftreten.
Eine Folgestudie ist bereits in Planung.
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