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Agentische KI für demokratisch-rechtsstaatliche Verwaltung: Potenziale nutzen, Grundsätze stärken

06. Juli 2026

Online-Event 16:30 Uhr
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Inhalt

Die Debatte über agentische KI in der Verwaltung dreht sich bisher vor allem um Effizienzgewinne einerseits und Sorgen vor Kontrollverlust andererseits. Beim Online-Event am 6. Juli 2026 ging es um eine dritte Frage, nämlich wie KI gestaltet sein muss, damit sie demokratisches Verwaltungshandeln stärkt.

Dr. Florian Theißing (Agora Digitale Transformation) stellte die gemeinsam mit Dr. Sebastian Wieczorek erarbeitete Studie vor, die sich auf die Leistungsverwaltung konzentriert und das Wohngeld als Beispiel nutzt. Ein zentraler Befund ist, dass das Potenzial weniger in durchgängiger Automatisierung liegt als in der Unterstützung von Antragstellenden und Sachbearbeitenden. Passend gestaltet können Agenten den Zugang zu Leistungen verbessern und dafür sorgen, dass der Verfahrensfortschritt weniger von der Durchsetzungsfähigkeit Einzelner abhängt. Dafür braucht es klare Verantwortungsarchitekturen über Behördengrenzen hinweg und Klarheit darüber, wie verbindlich eine Auskunft rechtlich ist. Ein Mensch, der nur bestätigt, reicht nicht, er muss auch entscheidungsfähig informiert sein. Wo Prozesse schlecht gestaltet oder Gesetze zu kompliziert sind, hilft KI wenig, sondern verfestigt eher das Problem.

Ralf-Junge Pearl, Leiter des Agentic AI Hub beim DigitalService des Bundes, berichtete aus der Pilotphase, in der neun Lösungen in 19 Kommunen erprobt wurden, und nannte Automation Bias als zentrales Risiko. Beide Seiten waren sich einig, dass Verantwortung auch behördenübergreifend rechtlich geregelt werden muss. Im Anschluss folgte eine Diskussion mit dem Publikum.

Referent:innen

Dr. Florian Theißing

Innovation Lead – Digitales Regierungshandeln


florian.theissing@agoradigital.de

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