Autor:innen: Felizia von Schweinitz, Dr. Manuel Reppmann, Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons
EU, Bund, Länder und Kommunen haben in den letzten Jahren zahlreiche Digitalstrategien verabschiedet. Oftmals bleibt aber die Frage offen, wie die tatsächliche Wirkung auf Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Umwelt systematisch erfasst, bewertet und gesteuert werden kann. Diese Studie legt die Grundlage, um diese Lücke zu schließen und liefert einen praxisnahen und anschlussfähigen Indikatorenkatalog zur Wirkungsmessung digitalpolitischer Ziele. Das ist eine Voraussetzung, um die Umsetzung von Digitalstrategien wirkungsorientiert zu gestalten. Die 63 Indikatoren sind wissenschaftlich erprobt. Dennoch müssen sie kontinuierlich weiterentwickelt werden. Sie gliedern sich in sieben Handlungsfelder: digitale Verwaltung, digitale Wirtschaft, KI und Innovation, Cybersicherheit und Datenschutz, digitale Kompetenzen, digitale Souveränität und Plattformen, digitale Infrastruktur und digitale Teilhabe.
Ein zentrales Anliegen der Studie ist die praktische Verwertbarkeit für Entscheidungsträger:innen in der Verwaltung. Daher wurden alle Indikatoren systematisch auf ihre Anschlussfähigkeit an bereits etablierte Digitalstrategien, ihre Verständlichkeit für verschiedene Zielgruppen sowie ihre Anwendbarkeit im Rahmen bestehender Strategiesteuerung geprüft. Die Studie adressiert den politischen Moment: Mit Etablierung eines Ministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) auf Bundesebene sowie der laufenden Umsetzung der Digitalen Dekade auf EU-Ebene ergibt sich ein Zeitfenster, in dem Fragen der Wirkungsmessung in strategische Neuausrichtungen einfließen können und sollten.
Innovationspotenzial und politische Relevanz: Der Indikatorenkatalog soll einen Beitrag zur Professionalisierung der wirkungsorientierten Steuerung staatlicher Digitalpolitik leisten. Es bietet eine Grundlage für eine einheitliche ressortübergreifende Wirkungsmessung, soll das Monitoring von neuen Digitalstrategien unterstützen und die Weiterentwicklung bestehender Strategien fördern.
Wirkungsorientierte Digitalpolitik ist ein elementarer Bestandteil eines lernenden Staates, der Wirkung nicht nur misst, sondern Wirkung in strategische Prozesse integriert und so demokratischer, wirksamer und resilienter wird. Perspektivisch kann der entwickelte Indikatorenkatalog den Grundstein für ein öffentlich zugängliches, interaktives Wirkungs-Dashboard für staatliche Digitalstrategien legen und zur Entwicklung gemeinsamer „Digital Development Goals“ (DDG) beitragen. Die DDG können eine wichtige Ergänzung der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen sein, um eine ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung zu sichern.

Wirkungsorientierung – entscheidender Hebel für eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung?
Benedikt Göller

Den digitalen Sozialstaat nutzendenorientiert gestalten.
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Sozialleistungen als Blaupause für eine bürger:innenorientierte Verwaltungsmodernisierung.
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