Publikation

Große Sorgen, hohe Erwartungen an Politik und Europa. Wie Deutschland auf Social-Media-Plattformen und Messengerdienste blickt.

Studie

Inhalt

Autor:innen: Charlotte Freihse, Asena Soydaş, Dr. Vivien Benert

Warum diese Studie?

Die Studie „Große Sorgen, hohe Erwartungen an Politik und Europa – Wie Deutschland auf Social-Media-Plattformen und Messengerdienste blickt“ wirft einen kritischen Blick auf die Gestaltungsmacht großer Plattformanbieter und untersucht, wie Menschen Social-Media-Plattformen und Messengerdienste von Meta, Google, TikTok und Co. wahrnehmen, nutzen und bewerten. Sie zeigt, dass Plattformen wie TikTok, X oder Instagram häufig kritisch und mit Sorge betrachtet, von vielen Menschen im Alltag jedoch zugleich selbstverständlich und intensiv genutzt werden. Damit richtet die Studie den Blick gezielt auf die Perspektive der Nutzer:innen und liefert empirisch fundierte Einblicke in ein Spannungsfeld, das öffentliche Debatten über soziale Medien bislang oft nur ausschnitthaft abbilden.

Im Mittelpunkt stehen die Nutzungsmuster, Einstellungen und Wünsche der Befragten: Welche Bedürfnisse erfüllen soziale Medien? Wie werden problematische Erfahrungen wahrgenommen? Und welche Rolle spielen Datenschutz, Plattformmacht oder europäische Alternativen tatsächlich im konkreten Nutzungsverhalten? Die Ergebnisse machen deutlich, dass Risiken und problematische Aspekte digitaler Plattformen den meisten Nutzer:innen durchaus bewusst sind. Gleichzeitig überwiegen aus ihrer Sicht häufig die praktischen, sozialen und unterhaltungsbezogenen Vorteile. Sichtbar werden dabei auch zentrale Ambivalenzen, etwa beim Vertrauen in Plattformen, beim Umgang
mit persönlichen Daten oder bei der Frage nach demokratischer Kontrolle digitaler Räume.

Die Studie ist mehr als eine Bestandsaufnahme digitaler Nutzungsmuster. Sie liefert belastbare Evidenz darüber, wie Menschen die Macht der Plattformanbieter wahrnehmen, welche Erwartungen sie an Regulierung und digitale Souveränität stellen und welche Faktoren ihr tatsächliches Verhalten prägen. Damit schafft die Studie eine wichtige empirische Grundlage, um digitale Öffentlichkeit und Regulierung wirksam weiterzuentwickeln. Denn die Zukunft sozialer Medien entscheidet sich auch daran, wie Menschen digitale Plattformen tatsächlich erleben, bewerten und in ihren Alltag integrieren.

 

Autor:innen

Dr. Vivien Benert

Innovation Lead – Digitale Öffentlichkeit


vivien.benert@agoradigital.de

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